10 ZIELE FÜR EINE GESUNDHEITSFÖRDERLICHE GESAMTPOLITIK

10 ZIELE FÜR EINE GESUNDHEITSFÖRDERLICHE GESAMTPOLITIK

 

Warum wurden die 10 Gesundheitsziele für Österreich festgelegt?

Im Jahr 2011 haben die Bundesgesundheitskommission und der Ministerrat beschlossen, dass für Österreich Gesundheitsziele erarbeitet werden müssen, damit die Lebensqualität der Menschen erhöht und alle österreichischen Bürgerinnen und Bürger länger in Gesundheit leben können. Mit den Gesundheitszielen soll darüber hinaus erreicht werden, dass den steigenden Kosten in der Gesundheitsversorgung entgegengewirkt wird.

 

Wer hat die 10 Gesundheitsziele für Österreich erarbeitet?

Insgesamt waren ungefähr 40 Einrichtungen aus verschiedensten Politik- und Gesellschaftsbereichen dafür verantwortlich, dass sie Gesundheitsziele definieren. Besonders wichtig war dabei auch, dass die österreichischen Bürgerinnen und Bürger ebenfalls ihre eigenen Meinungen und Gedanken zum Thema „Gesundheitserhaltung“ einbringen konnten. Hierfür wurden zwischen Mai und September 2011 4.500 Einfälle auf einer Online-Plattform eingereicht.

 

Wofür werden die 10 Gesundheitsziele gebraucht?

Bis zum Jahr 2032 dienen die 10 Gesundheitsziele als Basis für die Steuerung des Gesundheitswesens. Somit wird sichergestellt, dass alle wichtigen Organisationen – egal ob Bundes- oder Landeseinrichtung – eine gemeinsame Grundlage für ihr Handeln haben. Dies betrifft auch Bereiche, die nicht direkt dem Gesundheitswesen zugeschrieben werden können, wie beispielsweise das Wohn- und Arbeitsumfeld. Somit wird eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik (= Health in All Policies) ermöglicht.

Bei den Gesundheitszielen geht es daher darum, Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die alle Menschen dabei unterstützen, ihre Lebensgewohnheiten zu verbessern und gesund zu bleiben.

 

Das große Ziel ist, dass alle Menschen mehr Gesundheit, Lebensqualität und Wohlbefinden erreichen können. Dabei soll kein Österreicher / keine Österreicherin beispielsweise aufgrund von Alter, Bildungsniveau, Einkommen, Abstammung, Wohnverhältnisse oder Geschlecht benachteiligt werden. Dies wird auch „Chancengleichheit“ genannt.

Was hat das Projekt „Auf Gesundheitskurs – gesundheitskompetent im Betrieb“ damit zu tun ?

Das Projekt „Auf Gesundheitskurs – gesundheitskompetent im Betrieb“ trägt besonders zum Ziel 3 „Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken“ bei.

 

Die Gesundheitskompetenz der Menschen stellt die Grundvoraussetzung für ihre Gesundheit und die oben beschriebene Chancengerechtigkeit dar, indem sie Menschen dabei unterstützt, im Alltag eigenständig gesundheitsrelevante Entscheidungen zu treffen.

 

Damit die Gesundheitskompetenz gestärkt wird, soll die Orientierung im Gesundheitssystem vereinfacht werden. Hierfür ist es notwendig, dass der Zugang zu Informationen, welche leicht verständlich, unabhängig und verlässlich sind, erleichtert wird. Weiters sollen die individuellen Kompetenzen sowie das Verantwortungsgefühl der Menschen gestärkt werden.

 

Das Projekt „Auf Gesundheitskurs – gesundheitskompetent im Betrieb“ unterstützt dabei, dass auch in Betrieben leicht verständliche sowie verlässliche Informationen, welche die Gesundheit betreffen, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in weiterer Folge an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. Durch die Weitergabe dieser gesundheitsbezogenen Informationen werden nicht nur die persönlichen Kompetenzen und das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefördert, sondern auch das gesundheitskompetente Wissen der Kundinnen und Kunden.

 

Weitere Informationen zu den 10 Österreichischen Gesundheitszielen finden Sie unter: https://gesundheitsziele-oesterreich.at/

   

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.